Was ist bei Untervermietung zu beachten?

veröffentlicht am: 01.06.2016


Zu zeiten immer knapper sowie teurer werdenden Wohnraum wird das Modell der Untervermietung immer beliebter. Ob und wann die zulässig ist lesen Sie hier.

Was ist bei Untervermietung zu beachten?

Grundsätzlich ist für die Untervermietung die Erlaubnis des Vermieters zwingend notwendig. Diese kann entweder im Hauptmietvertrag festgehalten, oder separat als zusätzliche Genehmigung des Vermieters eingeholt werden.

Voraussetzung für die Gültigkeit einer Untervermietung ist in der Regel, dass der Hauptmieter selbst auch in der Wohnung verbleibt. Es ist ausreichend, dass der Hauptmieter ein Zimmer nur gelegentlich nutzt (Urlaub) oder Möbel untergestellt hat, er muss seinen Lebensmittelpunkt grundsätzlich nicht mehr in der Wohnung haben. Einer Untervermietung der kompletten Wohnung muss der Vermieter allerdings nicht zustimmen.

Anspruch auf Untervermietung besteht, wenn der Mieter ein berechtigtes Interesse daran nachweisen kann.

 Ein berechtigtes Interesse wird zum Beispiel angenommen wenn:

  • der Hauptmieter aus finanziellen Gründen untervermieten muss,

  • sich die Anzahl der in der Wohnung lebenden Personen durch Tod oder Auszug verringert hat,

  • sich der Mieter studien- oder arbeitsbedingt vorübergehend im Ausland oder einer anderen Stadt aufhält,

  • der Lebenspartner mit in die Wohnung aufgenommen werden soll.

 Auch wenn Sie als Mieter mit Ihrem Partner zusammenziehen wollen, benötigen Sie eine Erlaubnis zur Untervermietung. Der Vermieter muss aber die Zustimmung in aller Regel erteilen, da Sie als Mieter das Recht haben, mit einem anderen Menschen zusammenzuleben - sofern die Wohnung groß genug ist, allerdings muss dem Vermieter über die Person des Untermieters Auskunft erteilt werden.

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